Tyrannos

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Tyrannos
Bane symbol.jpg
Macht Höhere Gottheit
Symbol Grüne Strahlen, die von einer schwarzen Faust herausgepresst werden
Gesinnung Rechtschaffen Böse
Einflußsphären Furcht, Hass, Tyrannei, Zwietracht
Anhänger Eroberer, böse Kämpfer und Mönche, Magier, Tyrannen
Domänen Böses, Hass, Ordnung, Tyrannei, Zerstörung
Priester-
gesinnungen
RG NG CG
RN N CN
RB NB CB
Bevorzugte Waffe "Die schwarze Hand von Tyrannos" (Morgenstern)
Heimatebene Die Ödlande der Verderbnis und Verzweiflung

Der Schwarze Fürst, Die Schwarze Hand, Der Fürst der Dunkelheit, Der Fürst der Finsternis, Der Dunkle

Die gewundenen Hallen der Zhentilfeste hallen voll unheilvoller Anrufungen, die in geheimnisvollen Tempeln überall in Faerûn skandiert werden. Tyrannos, der Fürst der Finsternis, hat den Tod selbst bezwungen und ist zur Welt zurückgekehrt, um dunkle Inspiration für tausende Ränkespiele zu liefern, Furcht und Hass in zivilisierten Landen zu schüren und den gemeinen Sterblichen daran zu erinnern, dass Tyrannei – auch wenn sie zeitweilige Niederlagen erleiden mag – niemals erlöschen wird.
Obwohl Tyrannos die Endlichkeit vor Jahrhunderten bereits transzendierte, bleibt sein Hauptbestreben beachtenswert menschlich – er trachtet nach nichts geringerem als der absoluten Vorherrschaft über Faerûn. Wenn seine Diener auf den Thronen jedes Landes sitzen, wenn die Bürgerlichen ihren Meistern aus Furcht um ihre bloßes Leben dienen, und wenn Altruismus und Hoffnung aus der Welt getilgt wurden, dann und erst dann wird Tyrannos ruhen. Bis zu diesem finsteren Tag hat die Schwarze Hand jedoch eine Ewigkeit, um wahnsinnige Komplotte und niederträchtige Intrigen auszuhecken. Auf lange Sicht wird er ganz Faerûn beherrschen, aber das hat Zeit. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.
Er hat keinerlei Toleranz für Versagen und fackelt nicht lange, sogar einen loyalen Diener drastischen Folterqualen auszusetzen, um vollkommenen Gehorsam gegenüber seinen fordernden, rigorosen Doktrinen sicherzustellen. Obgleich Tyrannos von einem unerbittlichen Grimm ergriffen werden kann, wenn er erst einmal geweckt wurde, ist sein Zorn langsam zu erregen. Stattdessen liegt sein Zorn in einem fortwährenden Zustand kontrollierten Brodelns vor.
Tyrannos’ Tyrannei ist auf dem gesamten Kontinent bekannt und sein Abbild ist das, was am meisten mit dem Angesicht des puren Bösen assoziiert wird. Als sich die Nachricht von Tyrannos’ Zerstörung während der Zeit der Sorgen in Faerûn verbreitete, riefen nicht weniger als 27 Staaten nationale Feste zum Jubel und Dank aus.
Der gemeine Bürger sieht Tyrannos’ Klerus als kleinkarierte Möchtegern Diktatoren an, die nicht davor zurückschrecken, unmoralische Taktiken und undenkbare Gewaltakte einzusetzen, um ihren Einfluss zu mehren und ihre Agenda zu verfolgen. Abenteurer sehen den Klerus als ständige Eindringlinge und Feinde an – Agenten einer starren, bösen Philosophie, die sich mit Monstern, Teufeln und grausamen Humanoiden zusammentuen, um ihre verruchten Ziele zu verfolgen. Besonnene Adlige erhaschen bereits einen flüchtigen Blick auf die realste Bedrohung: dass eines Tages ihre Standesgenossen dem Schwarzen Fürsten huldigen, um durch Tücke und List zu erlangen, was Soldaten nicht mit Waffengewalt zu erobern vermögen.

Geschichte

Selbst als Mensch begehrte Tyrannos nichts mehr, als der gefürchtetste, respektierteste Tyrann zu werden, den die Welt je gesehen hat. Dazu wäre jedoch eine Infusion mit arkaner Macht nötig gewesen, die das den Sterblichen normalerweise zugestandene Maß weit überstieg. Daher tat sich der kalkulierende Despot mit den ähnlich ambitionierten Menschen Bhaal und Myrkul in einem Beistandspakt zusammen, der zur Gottwerdung des gesamten Trios führen würde. Die drei Bösewichte zogen auf Abenteuer in ganz Faerûn, besiegten zahllose Feinde, erschlugen einen der Sieben Verlorenen Götter und reisten durch die Unteren Ebenen, bevor sie ihr Ziel erreichten. Sie profitierten von der Großzügigkeit (oder wie einige meinen: Indifferenz) des emotionslosen Jergal, der seiner Rolle als Patron von Zwietracht, Tod und der Toten überdrüssig geworden war. Jeder bekam ein Drittel von Jergals Portfolio und dominierte diesen Aufgabenbereich für Jahrhunderte.
Selbst die vollkommene Kontrolle über Zwietracht war für Tyrannos jedoch nicht genug. Tyrannos widmete viele seiner Nachforschungen dem Versuch, die Wege zu erlernen, auf denen andere Götter in der Vergangenheit die Macht rivalisierender Götter subsummierten, die sie zerstört hatten. Denn Tyrannos begehrt nichts mehr als wahre Vorherrschaft zu erlangen, indem er das Regiment über alle Magie erlangt.
Das mag einer der unterschwelligen Gründe gewesen sein, dass sich Tyrannos 1358 TZ zu einem erneuten Zusammenschluss mit Myrkul verschwor, um die Schicksalstafeln, die von Fürst Ao beschrieben waren, um die Rollen der Götter auf Toril zusammenzufassen, zu stehlen, was zum Fall der Götter führte. Während der katastrophalen Zeit der Sorgen wurde Tyrannos von Torm dem Wahren in einem heftigem Kampf im Hafen von Tantras erschlagen. Es schien als hätte der unablässige Ehrgeiz des Schwarzen Fürsten schlussendlich zu seiner Vernichtung geführt. Sein Portfolio wurde dem einst Sterblichen Cyric von Ao gegeben, zusammen mit den Portfolios von Myrkul und Bhaal. Tyrannos’ Kirche zersplitterte, wobei die meisten Gläubigen zu Cyrics Klerus überliefen oder zu Iyachtu Xvim.

Vertreter von Wohl und Freiheit atmeten befreiter in jenen Tagen in dem Wissen, dass Toril von der vielleicht größten Bedrohung befreit worden war.

Wiedergeboren aus der Asche

Iyachtu Xvim, der Gottessohn, soll das Ergebnis einer Verbindung zwischen dem Schwarzen Fürsten und einer mächtigeren oder wahren Tanar’ri gewesen sein und das Blut von Tyrannos selbst so durch seine Adern geflossen. Andere Sagen sprechen davon, dass er die Brut vom Fürsten der Finsternis und einer gefallenen Paladina gewesen sei. Vor der Zeit der Sorgen suchte Xvim die Reiche für viele Jahre heim und verfügte seines Vaters Willen. Nach dem Tod seines Vaters und Cyrics teilweiser Niederlage bestieg Xvim zeitweilig den schwarzen Thron seines Vaters. Jede Wiederkehr des Dunklen hätte er sicherlich zu verhindern versucht.
Obwohl ein Großteil von Tyrannos’ Macht von Cyric, dem Prinz der Lügen, absorbiert worden war, als der Schwarze Fürst von Torm, dem Fürsten der Pflicht, zerstört wurde, wanderte einige davon zu Iyachtu Xvim, der unter der Zhentilfeste eingekerkert gewesen war. Wie es auch mit Myrkul der Fall ist, blieb ein kleiner Teil von Tyrannos Essenz in den Reichen bestehen, doch anders als beim verstorbenen Gott der Toten, wurde seine Persönlichkeit nicht in einem Artefakt festgesetzt.
Stattdessen wurden Fragmente seiner Persönlichkeit unter seinen 25 überlebenden Tyrannoslichs (klerikale Lichs von Tyrannos) verstreut. In den vergangenen Jahrhunderten hat der Schwarze Fürst über 35 lebende Hoch Imperceptoren am Ende ihrer Laufbahn in Untote »Münder von Tyrannos« verwandelt – Tyrannoslichs. Am Ende des Götterkrieges glaubte jeder Tyrannoslich, dass er selbst die reinkarnierte Form von Tyrannos sei, mit den zu erwartenden entsprechenden größenwahnsinnigen Plänen, Faerûn zu erobern. Sie waren auch die einzigen bekannten Wesen in den Reichen, die entweder von Tyrannos noch immer Zauber gewährt bekamen und / oder sie sich selbst als klerikale Fähigkeiten verliehen, ohne einen lebenden göttlichen Patron.
Diejenigen, welche in ihrer Wachsamkeit nachließen, taten dies jedoch zu hastig und viel zu verfrüht. In der Mittwinternacht 1372 TZ barst Xvim in eine Feuersbrunst von diabolisch grünem Licht. Aus der rauchenden Hülle seiner Überreste erstand ein frisch wiedererstarkter Tyrannos, seine rechte Hand lodernd mit grünem Feuer. Xvim scheint wenig mehr als ein intelligenter Kokon gewesen zu sein, eine Hülle, in der eine eiternde Larve heranwuchs, die mit der Zeit zu Tyrannos werden würde. Binnen von wenigen Tagen war der Xvimlarische Klerus zur Anbetung von Tyrannos konvertiert und ein großes Übel warf abermals seinen berechnenden Blick auf die Lande Faerûns.

Beziehungen

Tyrannos hasst praktisch das gesamten Faerûnischen Pantheon, hegt aber eine besondere Abneigung gegenüber Torm, Cyric, Mystra, Tempus, Helm, Lathander, Oghma und Ilmater, in der Reihenfolge. Zu weiteren traditionellen Feinden zählen Chauntea, Eldath, Tyr, Deneir, Tymora und Lliira. Er hat eine Arbeitsbeziehung mit Loviatar, Maske und Talona. Da diese Götter ihn jedoch zutiefst fürchten, sind die Allianzen nicht sonderlich stark.
Früher befehligte er Bhaal und Iyachtu Xvim, seinen Sohn, wenngleich Xvim seine aufgetragenen Aufgaben nur widerstrebend ausführte, da er keinerlei Liebe für seinen Vater hegte. Tyrannos, Bhaal und Myrkul gehörten zu den Dunklen Drei.

Dogma

Diene niemandem außer Tyrannos. Fürchte ihn immerzu und lasse andere ihn noch mehr fürchten als du es tust. Die Schwarze Hand streckt am Ende stets diejenigen nieder, die Widerstand leisten. Trotze Tyrannos and stirb – oder finde im Tod Loyalität zu ihm, denn er wird sie erzwingen. Unterwirf dich dem Worte Tyrannos’ wie es von seinem hochrangigen Klerus vorgebracht wird, da wahre Macht nur durch Dienst an ihm erlangt werden kann. Verbreite die düstere Furcht von Tyrannos. Es ist das Verderben derer, die ihm nicht folgen, sich Macht durch die Hände rinnen zu lassen. Diejenigen, welche die Schwarze Hand verärgern, finden ihren Untergang früher und harscher als jene, die anderen Göttern huldigen.

Avatar

Tyrannos

Tyrannos bevorzugt es, in den Schatten zu bleiben und seinen Dienern zu gestatten, seine verworrenen Pläne auszuführen. Bei den seltenen Gelegenheiten, zu denen er erscheint, nimmt er die Gestalt einer schattenhaften humanoiden Person an – häufig mit nacktem Oberkörper, manchmal in eine dunkle Rüstung gewandet mit einem stilvollen rotgestreiften, schwarzen Mantel. Seine rechte Hand ist stets von einem juwelenbesetzten metallenen Panzerhandschuh geschützt. Sie ist die einzige Waffe, die er benötigt, um die wenigen Feinde zu erledigen, die tapfer (oder närrisch) genug sind, ihn anzugreifen.
Tyrannos zieht es vor, niemals in Person gesehen zu werden und sendet daher beinahe nie einen Avatar in die Reiche. Er ergreift von Zeit zu Zeit Besitz von Sterblichen, die als »Ersatz«avatare fungieren. Dabei präferiert er junge und gut aussehende Männer von schlanker Gestalt, kultiviertem Geschmack, Reichtum und Macht – häufig gelangweilte junge Adlige. Jede Person, von der Tyrannos Besitz ergriffen hat, nimmt rasch die Erscheinung eines attraktiven, schwarzhaarigen Mannes mit öligem Aussehen an und verächtlichem, gar grausamen Auftreten. Tyrannos' Kontrolle über den Körper ist vollkommen, wenngleich der eigentliche Besitzer das Bewusstsein für die Taten und Umfeld seines Körpers behielt. Häufig verfallen Personen, deren Körper von Tyrannos in Besitz genommen wurde, dem Wahnsinn, während sie zusehen müssen, wie Tyrannos die Leben derer um ihn und aller, die ihm lieb und teuer sind, ruiniert.
In religiöser Kunst wird er als eine bedrohlich heraufziehende, brütende schwarze Hand dargestellt – bereit die Welt in seiner Handfläche zu zermalmen. Oder auch als ein leerer schwarzer Thron oder eine schattenhafte, undeutliche Menschengestalt, in schwarze, rotgestreifte Gewandungen gehüllt, die auf einem Thron aus Schädeln sitzt. Die eine Konstante in all diesen Darstellungen ist der juwelenbesetzte, blutdurchsetzte Panzerhandschuhe.

Andere Erscheinungsformen

Tyrannos manifestiert sich häufig als Augen aus roten oder grünen lodernden Flammen, die von Dunkelheit umgeben sind, ungeachtet dessen, ob es Nacht ist oder nicht. Eine andere bevorzugte Form ist die einer schwarzen, Klauen bewehrten Hand, deren Berührung wie Eis ist und aus einer Wolke von Finsternis vordringt. In beiden Manifestationen behält Tyrannos die mächtigen magischen Kräfte einer Avatargestalt, eingeschlossen darunter die Fähigkeit sofortigen Tod zu verursachen, sei es durch Berührung oder Blicke. Das größte Vergnügen bereitet es ihm, Sterbliche durch ihre Furcht vor ihm zu manipulieren und jedes seiner Worte und jede seiner Taten dienen der Ausweitung solchen Einflusses. Er schlägt ohne die geringsten Skrupel auf jemanden los, wenn nötig – aber nur wenn absolut nötig, da er es bevorzugt, keine rohe Gewalt anzuwenden, wenn er es nicht muss. Der Schwarze Fürst zeigt seine Präsenz manchmal durch den Abdruck einer gewaltigen Fußspur eines Panzerstiefels, unter dem die bloße Erde verkohlt ist. Die Entdeckung von einem einzelnen schwarzen Saphir oder die Präsenz von rotem Puder (häufig pulverisierter Karneol) sollen Tyrannos’ Wohlwollen oder Missfallen jeweils ausdrücken.

Diener

Tyrannos setzt seinen Willen durch, bietet seinen Gläubigen Beistand oder zeigt seine Gunst durch eine Vielzahl von dienlichen Geschöpfen. Darunter Baatezu (alle von geringer und geringster Machtstufe), Betrachter und ihre Artgenossen, schwarze Drachen, Todestyrannen (untote Augentyrannen – die Überreste von Betrachtern, die gegen Tyrannos rebellierten oder versagten), Imps, Malefanten, Banelars (Tyrannos Nagas), Simpathetiks, Höllenhunde und Inkarnationen von Hochmut.

Die Kirche

Die Kirche von Tyrannos wurde von Magiern überschwemmt, insbesondere nahe der Zhentilfeste. Die Anwesenheit so vieler Magier als Klerusmitglieder und der Einfluss des ambitionierten Fzoul Chembryl führten schon lange vor der Zeit der Sorgen zu einem Schisma in der Kirche. Dies erzeugte eine heftige interne Rivalität innerhalb der Kirche zwischen Orthodoxen und Transformierten Fraktionen der Kirche.

Tyrannos’ Kirche durchlebte mehrere rapide Veränderungen nach seinem Tod in der Zeit der Sorgen. Im direkten Nachspiel der Zeit der Sorgen verschlimmerte sich das Zerwürfnis zwischen Orthodoxen und Transformierten Tyranniten noch weiter. Cyric übernahm Tyrannos’ Portfolio, gewährte Tyrannos Priestern dabei weiterhin Zauber und versuchte Tyrannos’ Gläubige zur direkten Anbetung seiner Person zu konvertieren.

Fzoul Chembryl

Orthodoxe Tyranniten meinten, dass Cyric einfach eine neue Form von Tyrannos sei, die sich ausgedehnt habe, auch die Mächte von Myrkul und Bhaal aufzunehmen, um die wachsende Macht des Bösen aufzuzeigen. Transformierte Tyranniten argumentierten stattdessen, dass Tyrannos tot war und Cyric seine Nachfolge angetreten habe als Gottheit der Zwietracht. Das »Amt« von Tyrannos, das nun Cyric innehatte, war die Macht, die sie verehrten. Zusammen mit beinahe allen ehemaligen Bhaal Anhängern und der überwältigenden Mehrheit der einstigen Myrkuliten bildete diese Tyranniten Fraktion die starke Basis von Cyrics Gläubigen.
Es blieben einige verstreute Sekten von extremen ultra-orthodoxen Tyrannos Anhängern übrig, wie etwa der Auferstandene Kult von Tyrannos in den Mondscheininseln, der glaubte, dass Tyrannos immer noch lebte und Cyric, den sie den Prätendenten nannten, ein Usurpator war, der in Zukunft zusammen mit seinen Ungläubigen Anhängern bestraft werden würde. Sie hatten keine Ahnung, dass es der Prinz der Lügen war, der in dieser Epoche die Zauber und besonderen Fähigkeiten aller Tyranniten gewährte, ungeachtet dessen, ob sie ihn als Tyrannos oder Cyric anriefen, da er der Gelegenheit nicht widerstehen konnte, die Wahrheit in solch einem umfassenden Maße zu verdrehen und da er hoffte, diese starrsinnigen Verweigerer schlussendlich für seine Sache zu gewinnen.
Drei Jahre nach dem Götterkrieg waren Tyrannos’ Priester beinahe vollständig zu Cyricismus konvertiert, wenngleich einige halsstarrig Cyric noch als den neuen Tyrannos anbeteten. Cyric verlor seine Geduld mit den übrigen Priester von Tyrannos, vor allem die größten Verweigerer in der Mondseeregion, und entfesselte eine Inquisition, die sogenannte Tyrannostod, in der Zhentilfeste und später in ganz Faerûn. Zehntage an Ausschreitungen folgten, wobei alle Tempel und offensichtliche Huldstätten des alten toten Gottes zerstört wurden. Der Tyrannostod hatte den Tod der meisten übrigen Priester von Tyrannos in Zhentilsfeste zur Folge. Tyrannos’ Anbetung dauerte aber beschränkt weiterhin in Faerûn an, obschon nun im Untergrund, wortwörtlich und im übertragenen Sinne. Cyric gewährte weiterhin Zauber und Fähigkeiten an die wenigen übrigen Tyranniten während dieser Zeit – aus Gründen, die wohl nur ihm bekannt sind. Eine kleine Gruppe aus Zhentilsfeste begann die Wiederkehr von Iyachtu Xvim, dem Gottessohn, zu ersuchen, um seinen verstorbene Vater zu beerben, statt zu Cyricismus zu konvertieren.
Sieben Jahre nach dem Tyrannostod zerstörte Cyric die Zhentilfeste. Am Ende des Jahres 1368 TZ konvertierten einige Cyric Anhänger zur Anbetung des neu erstarkten Iyachtu Xvim, der eine Basis in Gehenna errichtet hatte. Einer der führenden Tyranniten Priester, der zum Cyricismus konvertiert war, Fzoul Chembryl, war Cyric offenbar untreu geworden, um Xvims wachsenden Glauben zu bestärken und vielleicht gar zu führen. Überlebende Mitglieder vom Wiedererstandenen Kult von Tyrannos sahen den Gottessohn als den wiedergeborenen Tyrannos an. Einige isolierte Zellen wahrer Tyranniten existierten in dieser Zeit weiterhin, erhielten jedoch keine Zauber oder Fähigkeiten und scharten sich vornehmlich um dem Hoch Imperceptor, der sich seit dem Tod von Tyrannos im Verborgenen hielt.
Der Hoch Imperceptor war theoretisch der oberste lebende Diener von Tyrannos (zahlreiche ehemalige Hoch Imperceptoren überlebten als Tyrannoslichs) und war zuvor direkt anerkannt von Tyrannos selbst. Praktisch war diese erklärte Führerschaft häufig nicht wirklich der Fall. Lange vor der Zeit der Sorgen führte Fzoul Chembryl von der Zhentilfeste eine mächtige Fraktion in der Kirche in ein Schisma. Er übernahm anschließend vollkommene Befehlsgewalt über diesen Splitterzweig – ein Akt, dessen Kühnheit Tyrannos damit belohnte, dass er Fzoul direkt mit dem Fall der Götter auf Faerûn in Besitz nahm. Es hat auch andere rebellische Anführer in der Kirche von Tyrannos gegeben, wie den Wiedererstandenen Kult des Tyrannos, die Orthodoxe Kirche von Tyrannos, die Wahre Kirche von Tyrannos, die Alte Kirche von Tyrannos und so weiter. Tyrannos duldete solch anhaltende Zwietracht die Jahre hinweg, da sie übereifrigen Dienst jenseits der gebotenen Pflicht befeuerte und er an der Zwietracht selbst einfach seine Freude hatte.
Kleriker des Tyrannos beten für ihre Zauber um Mitternacht.
Kleriker von Tyrannos gehen häufig Klassenkombinationen mit Kämpfer, Mönch, Finsterer Streiter oder Schreckensmeister ein. Wer dem Kult des Drachen nahesteht geht häufig eine Kombination mit Trägern des Purpur ein.

Anhänger

Tyrannos ist der bekannteste und gefürchtetste böse Gott in den Reichen – der ultimative Tyrann und ein durch und durch böses und heimtückisches Wesen, das Hass und Zwietracht genießt. So wird er vornehmlich von denen verehrt, die an derlei Verruchtheit Gefallen haben. Tyranniten sind allgemein grausame Leute, die es genießen, Macht über andere von der Sicherheit einer rigiden Hierarchie und Regelwerks aus auszuüben. Selbst in der Phase eines Todes lebte Tyrannos’ Kirche weiter, auch wenn die meisten Mitglieder den neuen Kirchen von Cyric und Iyachtu Xvim beitraten oder etablierten wie Gargauth, Talos oder Talona.

Klerus

Tyrannos Priester

Tyranniten adressieren einander nur anhand von Titeln, außer die Zusammensetzung der Anwesenden würde zu Verwirrung führen ohne den Zusatz eines Familiennamens. Tyrannischer Klerus verbeugt sich, kniet vor oder küsst die Stiefel von Vorgesetzten, abhängig von dem Rangunterschied – und dem, was ihnen aufgetragen wurde. In der Anwesenheit von Nicht-Anhängern von Tyrannos adressiert Tyrannischer Klerus einander als »Gläubiger Bruder/Schwester«, außer wenn sie mit einem Vorgesetzten von beträchtlich höherem Rang sprechen, woraufhin »Schreckensbruder/-schwester« benutzt würde.
Priester von Tyrannos rühmen sich kalten, entschlossenen Denkens, Sprechens und Handelns. Sarkasmus und bissige Autorität werden höher geschätzt als Schreien, Wutanfälle oder unkontrolliertes Verhalten. Zwei Priester im heftigsten Streitgespräch mögen erscheinen wie leicht höfliche, aber hartnäckige Adlige, die über einen kleinen Punkt debattieren bis hin zum letzten Augenblick ihres Lebens.

Hierarchie

  • Sklave (Novize)
  • Wachsamer Bruder / Wachsame Schwester (vollwertiger Priester)
  • Tödlicher Adept
  • Zuverlässiger Diener
  • Willige Peitsche
  • Verschleierte Bedrohung
  • Schwarzer Fangzahn
  • Hiebende Hand
  • Aufmerksame Klaue
  • Maskierter Tod
  • Dunkle Verderbnis
  • Höhere Verderbnis
  • Tiefes Mysterium

Die höchstrangigen Priester werden Tieferes Mysterium genannt, alles andere wird als absichtliche Beleidigung aufgefasst. Zu individuellen Titeln unter den Tyranniten des Tieferen Mysteriums gehören mitunter: Vigilator, Herr/Herrin der Mysterien, Herr/Herrin der Hand, Imperceptor, Dunkler Imperceptor, Groß-Aderlasser, Hoch Inquisitor und Hoch Imperceptor. Alle außer dem letzten Titel sind selbst verliehen, doch müssen solche Titel von einem höherrangigen Priester bestätigt werden, bevor sie formell anerkannt werden.

Tägliche Aktivitäten

Tyrannos trachtet danach, die Welt zu beherrschen, auf dass alle in Faerûn seine Tyrannei kennen. Sein Klerus ist damit beauftragt, in jedem Reich an die Macht zu kommen und wenn nötig eine Schar, einen Stadtstaat oder ein Königreich in den Krieg zu führen, um seine Nachbarn zu erobern, damit stets mehr Territorium unter Herrschaft der Schwarzen Hand von Tyrannos fällt. Hass, Zwietracht und Zerstörung sollen verbreitet werden – aber unter klarem Zwang und Kontrolle, nicht zügellosem Chaos. Beherrschung wird Ausschweifung vorgezogen und sorgsam limitierter Unfriede der Stabilität. Grausamkeit, Marter und Verstümmelung werden stillschweigend gefördert, doch müssen jene, die bei solchen Aktivitäten erwischt werden, den Preis zahlen – außer natürlich wenn sie Tyrannos so gut gedient haben, indem sie Furcht verbreiten, dass niemand es wagt, gegen sie auszusagen oder zu handeln. Vorgesetzten Klerikern muss jederzeit und in allen Belangen gehorcht werden. Die Gläubigen müssen subtil und geduldig – aber unermüdlich – daran arbeiten, Mitglieder des Glaubens an die Macht zu bringen in jeder Gilde, jedem Dorf, jeder Stadt, jedem Königshof, jeder Armee, jeder Gemeinschaft, jedem Reich und jeder Gesellschaft. Allen Regeln der Kirche muss bis aufs Äußerste Folge geleistet werden. Die Regeln anderer sind jedoch gar keine Regeln.

Feiertage und wichtige Zeremonien

Keine Rituale von Tyrannos korrespondieren mit Kalenderdaten, Jahreszeiten oder Mondfortschritt. Diener danken der Schwarzen Hand jedoch vor und nach großen Schlachten und vor besonders wichtigen Akten von Arglist. Vor jeder Mahlzeit wird Tyrannos dafür gedankt, dass er einen am Leben ließ, um diese Speise zu schmecken. Höherrangige Kleriker geben Feiertage oft von jetzt auf gleich bekannt, wobei sie normalerweise göttliche Inspiration beanspruchen, die ihnen in Träumen zukam. Solche Zeremonien haben eine große Vielfalt an Namen und Formen.
Rituale werden an einem Ort von Dunkelheit abgehalten (häufig einfach im Freien bei Nacht), erhellt einzig von dimmen magischen Strahlen, Mondlicht und flackernden Fackeln oder Kohlebecken. Normalerweise werden dunkle Kammern, Kavernen und Ruinen genutzt. Die Anhänger versammeln sich um den Schwarzen Altar – ein schlichter Steinblock, der mit schwarzem Stoff behangen wird oder schwarz bemalt. Bevorzugt wird ein Block von Obsidian oder Basalt. Möglich ist aber auch ein jeder Gegendand, über dem eine große, schwebende schwarze Steinhand von Tyrannos anwesend ist. Normalerweise wird sie dort in der Luft gehalten von einem Magiermitglied oder einem magischen Gegenstand, den ein Priester benutzt, oder aber durch ihm inne wohnende Magie. Wenn keine Hand von Tyrannos zugegen ist, wird stets ein leerer schwarzer Thron, der zum Schwarzen Altar zeigt, aufgestellt. Gottesdienste in solch bösen Kirchen beinhalten Trommeln, Sprechchöre und manchmal Singen – und das Opfern von intelligentem Leben. In letzter Zeit sind Kleriker Cyrics zu bevorzugten Opfergaben geworden, aber die alten Favoriten wie Paladine, Einhörner, Kinder und Celesten bleiben unter Traditionalisten äußerst beliebt. Opfer müssen gedemütigt und gefoltert werden sowie offen ihre Furcht zeigen, bevor sie sterben, damit sie für Tyrannos annehmbare Opfer abgeben. Normalerweise kommen sie dabei um durch Aufschlitzen, Geißelung oder Zerquetschen durch die schwebende Hand von Tyrannos.

Glaubenszentren

Der größte und mächtigste Tempel von Tyrannos war vor seinem Tod nicht etwa in Zhentilfeste gelegen, nicht einmal am Hof des einstigen Hoch Imperceptors am Altar des Schwarzen Fürsten in Mulmaster. Der größte Tempel von Tyrannos in ganz Faerûn war der »Mantel des Schwarzen Fürsten« in der Stadt Mourktar am Rande der flachen, sandigen Ebenen von Threskel. Es wird mit Recht behauptet, dass einzig die Anwesenheit dieses Tempels, dessen Einfluss sich über die gesamte Stadt erstreckte nach dem Tod von König Theris und dem anschließenden Meuchelmord an seinem Nachfolger, die ambitionierteren Roten Magier von Tay davon abhielt, alle Pläne aufzugeben, Rashemen anzugreifen. Stattdessen etablierten sie einen Ausgangspunkt in Threskel, von dem aus sie das dekadente Unther und fragmentierte Schachenta angreifen können.
Imperceptor Kabbarath Teltaugh bezeichnete sich als Schreckens-Imperceptor in den Tagen vor der Zeit der Sorgen und setzte seine Unabhängigkeit von der standardisierten Tyrannischen Hierarchie durch. Es ist nicht schwer zu verstehen warum: er kommandierte über 700 Tyranniten Priester von nennenswertem Rang und weitere 1.000 geringere Kleriker sowie eine gut ausgerüstete, streng disziplinierte Armee loyaler Truppen, bewaffnet mit vielen geringeren magischen Gegenständen und gut geübt im Gemetzel. Diese Armee ist in Gewaltmärschen nach Westen gezogen, um Städte in Schachenta ein ums andere Mal zu verwüsten, nur um sich wieder zurückzuziehen, wenn die Übung vorbei war.
Der Tempel wurde nach seinem einzigen Relikt benannt: einem belebten schwarzen Mantel, der einst von Tyrannos höchstselbst getragen worden ist. Er wurde zu einem intelligenten Monster, das Leute dann und wann einhüllt und ihnen alles Blut aussaugt. Der Tempelkomplex des »Mantel des Schwarzen Fürsten« war zu einem weiträumigen Palast angewachsen, wo Kabarrath den Reichtum von Threskel aufbewahrt sowie seine Flotte von Händler- und Fischerschiffen. Die weithin gefürchtete Piratenflotte von Alkoth soll insgeheim den Priestern des Mantels gedient haben und es ist gewiss, dass die auf Abenteuer ausziehenden Scharen der Sechs Schwarzen Klingen und des Krähenbanners (aktiv in Murghom, Mulhorand und Var) – und vermutlich andere grabraubende Organisationen ebenso – ihre Agenten waren, die von Threskel ausgeschickt wurden, um Magie, Reichtum und weniger glamouröse Vorräte für Kabarraths Tempel und den größeren Ruhm Tyrannos’ zu sammeln.
Mit der Zerstörung des Untherischen Pantheon sah der Imperceptor Kabarrath ein Machtvakuum, in dem er die Kontrolle über diese altehrwürdige Nation erringen könnte. Es blieb unklar welche Gottheit diesen mächtigen Tempel unterstütze, der selbst in den Nachwehen der Zeit der Sorgen seine nominelle Hingabe an Tyrannos beibehielt. Der einsetzende Wahnsinn, der Kabarrath in den letzten Jahren befiel, legte auf der einen Hand Cyric nahe, doch änderte er die Farben seiner Armee von rot und schwarz zu grün und schwarz, was die Farben Xvims waren.

Verbündete Orden

Die Ritter des Schwarzen Panzerhandschuhs sind ein Tyrannos verschriebener militärischer Orden von Kreuzrittern und Helmschrecken, der seine Basis in Mintar an der Küste des Dampfsees bezieht. Diese böse Bruderschaft wird mit einer eisernen Faust von Teldorn Dunkelhoffnung, Rittersfürst Imerceptor des Dunklen Fürsten, geführt. Er wurde mehrere Jahre nach Tyrannos’ Zerstörung gegründet, als zum Mittwinterabend des Jahre des Helm (1362 TZ) eine geisterhafte schwarze Hand im Thronsaal des herrschenden Satrapen von Mintar erschien. Teldorn trat aus der Hand mit einer kleinen Kompanie hervor und erschlug rasch die träge Schnecke von einem Herrscher sowie seine Wachen.
Nachdem er sich selbst zum Dunklen Tyrannen von Mintar erklärt und jeglichen Widerstand gegenüber seiner Herrschaft ausgemerzt hatte, begann er Söldner im ganzen Süden für seine unheilige Ritterschaft zu rekrutieren. Was auch immer ihre Persönlichkeiten gewesen sein mögen, bevor sie dem Orden beitraten – nach Teldorns Indoktrination wird jeder akzeptierte Bittsteller in einem Ritual, zu dem ein Finsteres Versprechen-Zauber und andere Magie gehört, in einen unbestechlichen Champion des Bösen und kompromisslosen Jünger der Ordnung in transformiert. Versagen den Rittersfürsten Befragung zur Zufriedenheit zu bestehen, resultiert im Tod des Bewerbers und der Schöpfung eines anderen Helmschrecken.
Mit Mintar fest im Griff ist davon auszugehen, dass der Rittersfürst Imperceptor sein Auge auf das chaotische Tethyr bereits geworfen hat. Er began seine Streitkräfte für eine Invasion von Kzelter am Ende des Jahres des Panzerhandschuhs (1369 TZ) aufzubringen. Es war unbekannt, welcher dunkle Patron den Rittern des Schwarzen Panzerhandschuhs ihre Zauber gewährte, aber die Mitglieder des Ordens glaubten fest daran, dass es der wiedergeborene Tyrannos war – was dazu führte, dass Außenstehende auf Iyachtu Xvim als den Verantwortlichen setzten.
Der Mönchsorden des Eisenhandschuhes besteht aus einer Verbindung von Mönchen mit Assassinen und Kämpfern. Sie stellen nur eine kleine Sekte innerhalb der Zhentarim dar und trainieren in Heimlichkeit und Meuchelmord. Derzeit sind ihrer Zahl noch wenige, aber ihr Anführer rekrutiert breitflächig.

Priesterkleidung

Tyrannitischer Klerus ist stets bewaffnet und ihnen ist vorgeschrieben, immer etwas Schwarzes zu tragen. Zeremonielle Trachten für Tyranniten sind schwarze Rüstungen mit blutroten oder grünen Kappen. Je wohlhabender der Priester, desto feiner ist die Handwerkskunst der Rüstung. Die zeremoniellen Roben der Magier des Klerus sind stets schwarz. Hochrangige Magier des Klerus verzaubern diese Roben so, dass sie voll fortwährender Illusionen von glitzernden schwarzen Sternen und Klecken vergossenen Blutes wirbeln.
Gesichtstätowierungen sind unter Tyranniten sehr verbreitet. Nach der Zeit der Sorgen ließen diese sie unglücklicherweise unter den unberührten Gesichtern der neuen Cyricer innerhalb der Ränge von Cyrics Gläubigen hervorstechen. Hochrangige Tyranniten tragen Edelsteine auf ihrer Stirn.
Wenn Priester des Tyrannos auf Abenteuer ausziehen, behalten sie ihre schwarzen Rüstungen, allerdings stellen sie normalerweise grausame Sporen, Haken und Hörner zur Schau. Magier bevoruzugen lange, fließende, schwarze und grüne und rote Roben. Keine von beiden Gruppen trägt solche Ausrüstung in der Öffentlichkeit, sollte es sie Verfolgung aussetzen oder ihre Dienste für ihren Gott behindern. Normalerweise sind die Gesichtstätowierungen von Tyranniten allerdings bereits genug Hinweis, um sie als solche zu identifizieren.

Tempel

Tyrannos befehligt seinen Klerikern und Anhängern, Machtstellungen innerhalb ihrer Gesellschaft zu erlangen, sei es durch Gewalt oder List, und diese Macht zu nutzen, um Hass, Furcht, Zerstörung und Zwietracht zu mehren. Die Schwarze Hand bevorzugt es, dass sein Klerus Regierungen unterwandert und ihre Agenden unter dem Schutzmantel von Rechtsstaatlichkeit verfolgt, doch toleriert er eine begrenzte Menge an Unfrieden und Verkommenheit. Folter, Prügel und ausgeklügelte Attentate spielen häufig eine Rolle in solchen Operationen und wahrlich selten ist der Eingeweihte des Fürsten der Finsternis, der nicht zumindest rudimentäre Fertigkeiten in diesen Unternehmungen besitzt. Die Kirche operiert unter einer strikten Hierarchie – die Befehle eines Vorgesetzten zu hinterfragen oder sich ihnen zu widersetzen, ist eine Beleidigung gegenüber Tyrannos’ Oberherrschaft und strafbar mit Folter, Verstümmelung oder Tod.
Tyrannos’ Tempel neigen dazu, die straff geordneten Doktrinen seines Klerus widerzuspiegeln. Hohe, scharfkantige Steinbauten mit Türmen, die mit langen Stacheln und dünnen Fenstern ausstaffiert sind, suggerieren die Architektur von bewehrten Festungen oder kleinen Burgen. Schmale innere Durchgänge führen von einer schmucklosen Eingangshalle zu kasernenartigen Gemeinschaftsräumen des Laienklerus, jeder spärlich dekoriert mit Wandteppichen, die das Symbol von Tyrannos abbilden oder bestick sind mit Passagen aus wichtigen religiösen Texten. Zu Tempeln gehört häufig ein freiliegender zentraler Hof, der für militärische Drills und Freiluft-Zeremonien genutzt wird. Ferner eine traditionellere Messehalle für die Gemeinde insgesamt. Die meisten Kirchen haben umfangreiche Untergrundverliese, voll ausgestattet mit Folterkammern, Hungerbrunnen und Monstergehegen.
Vor der Zeit der Sorgen war Tyrannos’ Kirche zerrissen von internen Konflikten, gespalten in die Orthodoxe Sekte (befehligt hauptsächlich von Klerikern) und die Transformierte Kirche (von Magiern dominiert). Tyrannos selbst animierte diese Kämpfe, da er den Wert von Unfrieden hochschätzt, selbst wenn er seine eigenen Diener betrifft. Seine lange Ruhe scheint allerdings seine Meinung in dieser Angelegenheit klar gemacht zu haben, da er persönlich agierte, um diese Spaltungen auszumerzen. Er ging sogar so weit, Fzoul Chembryl, den Herrscher der Zhentilfeste, als seinen persönlich Erwählten Tyrannen und unfehlbaren sterblichen Repräsentanten zu ernennen. Die vormals zersplitterten Tyranniten haben es sich zur gemeinsamen Sache gemacht, grausame Pogrome gegen die Kleriker zu begehen, die sich nach Tyrannos’ »Tod« Cyric zuwandten und nicht zurück in den Schoß der Kirche gekehrt sind. Ihre gesteigerte Kooperation kann nur eine schlechte Botschaft für den Rest Faerûns bedeuten.

Manifestationen & Omen

  • Tier/Pflanze: Geier, grünäugige schwarze Katzen, Fledermäuse, schwarze Hunde
  • Monster: Baatezu, Betrachter, Schwarzdrachen, Todestyrannen, Banelars, Bestien von Tyrannos, Graudrachen, Gründrachen, Höllenhunde
  • Edelsteine/Edelmetalle: Schwarzer Saphir (Wohlwollen) – pulverisierter Karneol (Missfallen); Eisenglanz, Smaragde, Blutsteine
  • Farben: Schwarz, Rot, gemeines Grün
  • Sonstiges:Augen aus roten oder grünen lodernden Flammen, die von Dunkelheit umgeben sind; eine schwarze Klauen bewehrte Hand mit eisiger Berührung; Besessenheit

Die sechs Tugenden des schwarzen Fürsten

Gehorsam

Bane ist der oberste Herr. Seine Kirche führt seine Befehle aus, sich den Befehlen der Kirche zu widersetzen, heißt, sich Bane selbst zu widersetzen; ihre Befehle zu befolgen, heißt, Bane selbst zu dienen.

Demut

Bane wird über die Welt herrschen. Jeder andere kann nur als sein Statthalter und in seinem Namen Macht ausüben. Herrsche in seinem Namen, und er wird Dich beschützen.

Geduld

Der Endsieg Banes ist bereits sicher. Die Zeit spielt damit für seine Anhänger: Ein Risiko, das man eingeht, um den Sieg heute zu erringen, ist unnötig, wenn der Sieg am morgigen Tag sicher ist.

Sorgfalt

Der Schwarze Fürst verachtet Sterbliche, die unnötige Fehler begehen. Arbeite sorgfältig, und Du wirst sein Missfallen vermeiden.

Entschlossenheit

Bane hört jedes Wort, aber nur Taten beeindrucken ihn. Ein gut vorbereiteter Plan oder eine gute Idee sind eine mächtige Waffen, aber sie wollen auch geführt werden. Zaudere nicht bei Deinen Taten, denn Bane wird Deine Hand zum Sieg lenken.

Zielstrebigkeit

Bane lehrt uns, den Blick auf unser Ziel zu richten und das Ziel über alles andere zu stellen. Überwinde persönliche Gier, Trägheit, Furcht, Eitelkeit, Mitleid und Geltungssucht. Wenn Du ein Ziel verfolgst, dann lasse Dich nicht von anderen Belangen ablenken, denn nur sonst wirst Du Dich in Kleinigkeiten verlieren.

Die Fünf Gebote der Schwarzen Hand

  • Strebe nach weltlicher Macht!
Bane wird die Macht über die gesamte Welt erringen. Jene, die ihm dabei helfen, wird er großzügig belohnen.
  • Vereine die Welt unter der Kirche Banes!
Bane wird über alle Sterblichen herrschen. Je früher ein Sterblicher dies einsieht, desto mehr an Leid und Todesgefahr erspart er sich.
  • Verbreite den Respekt vor Bane!
Bane ist der mächtigste aller Götter. Selbst die, die Bane nicht dienen, müssen dies erkennen. Verbreite Furcht vor Bane unter jenen, die sich ihm widersetzen!
  • Vernichte die Feinde Banes!
Wer sich Bane entgegenstellt, muss vernichtet werden!
  • Strebe nach magischer Macht!
Die Herrschaft über die Welt ist nicht allein mit Waffengewalt zu erringen.

Parolen

Erkennungsparole 1
  • F: Wer bist Du?
  • A: Wichtig ist nicht, wer ich bin, sondern wem ich diene.
  • F: Gehorsam ist die höchste Tugend!
  • A: Der Herr belohnt seine Getreuen!
Erkennungsparole 2
  • F: Wer herrscht über [Ort]?
  • A: Wichtig ist nicht, wer heute herrscht, sondern wer herrschen wird.
  • F: Die Krone gebührt dem Auserwählten.
  • A: Sein Sieg ist vorherbestimmt.

Bedeutung auf Amdir

Tyrannos' Kirche gehört zum Rückgrat Valgards und stellte eine der einflussreichsten Kirchen in dem neuen Stadtstaat dar. In der Vergangenheit sollen Zhentarim gar wichtige Führungsinstutionen Mîrhavens unterwandert haben.

Quellen

Übersetzt aus:

  • Boyd, Eric: Advanced Dungeons and Dragons: Forgotten Realms - Faiths & Avatars, TSR, 1996
  • Boyd, Eric L. und Mona, Erik: Dungeons and Dragons Campaign Accessory: Forgotten Realms - Faiths and Pantheons, Wizards of the Coast, Renton WA, 2002
  • Reynolds, Sean K.: Deity Do's and Don’ts, Web Enhancements