Kanalisation
Als Resultat auf die Dürre des Jahres 1074 und des stetigen Wachstums der Menschenstadt wurde neben den Stadtmauern ein weiteres Prestigeprojekt von der noch jungen Führung Mîrhavens in Auftrag gegeben. Der Bau der Kanalisation ist ein Meisterwerk der Baukunst der Menschen. Hierbei zog man keinerlei Hilfe von außen heran, wie etwa durch die Zwerge oder Elfen. Die Ingenieure der Stadt unterteilten die Kanalisation in mehrere Abschnitte, um sie effizient an die Bedürfnisse der Hafenstadt anzupassen. Als erstes wurde der Bau des Pfuhls in Angriff genommen, worin die natürlichen Abfälle der Stadt gesammelt werden und Schluss endlich an einer entlegenen Stelle entsorgt werden, sobald sich ein gewisses Volumen dort eingefunden hatte. Nach Vollendung des Pfuhls und des Grabens der Ableitung stand die Stadt vor einem weiterem Problem, die Dürre vor der Ära des Friedens zeigte den Menschen auf, wie wichtig eine solide Wasserversorgung für die Stadt ist und man sich nicht ausschließlich auf die Versorgung durch den nahen Lebensfluss verlassen konnte. Deshalb sollte dieses Problem durch den Bau einer Zisterne behoben werden, die durch einen Kanal mit dem Lebensfluss verbunden wurde.
Doch so sinnvoll dieser Bau auch war, wurde die Kanalisation bald zu einem Ort voller Ungeziefer, das vor allem in der Nähe des Pfuhls regen Zuwachs erhielt. Neben den tierischen Ungeziefer kam es auch bald dazu das sich allerhand Gesindel in diesem weitläufigen System sammelte, von einfachen Tagedieb bis hin zum Mörder. Es kursieren gar Gerüchte innerhalb des Hafenviertels, dass es einen richtigen Schwarzmarkt dort unten gibt. Die Wache, die jenen Gerüchten nachging, konnte sie jedoch nicht bestätigen. Viele Bereiche der Pläne waren unvollständig, wurden mit den Jahren verändert oder die Aufzeichnungen verschwanden spurlos. Doch war eines klar: durch die große Anzahl von Zugängen war der Kanal ein wichtiger Rückzugsort für zwielichtige Gestalten geworden.