Drow

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Dunkelelfen auch - Drow, Dhaerow, Ssri' Tel'Quessir, Ilythiiri genannt

Aussehen:

Datei:Drow Hauszeichen.gif
Einige bekannte Hausinsignien der Drow

Die Dunkelelfen sind kleiner und schlanker als ihre hellen, an der Oberfläche lebenden Artgenossen. Sie erreichen eine Größe zwischen 1.45m und 1.65m, wobei die weiblichen Drow in der Regel größer sind als die Männer. Die Hautfarbe der Drow reicht von dunklem Grau bis zu perfektem Schwarz. Ihre Haarfarbe ist zumeist Weis, oftmals silbrig schimmernd bis hin zu fahlem Gelb. Normalerweise haben sie blutrote Augen, wenn auch helles Lila, Silber, Rosa oder Blau nicht ganz ungewöhnlich ist. In manchen Fällen deuten violette Augen auf menschliches Blut hin.

Dem Leben im Unterreich angepasst besitzen sie eine Dunkelsicht von 36 m (120 e). Zum lesen von Bücher und Schriftrollen benötigen aber auch die Drow Kerzenlicht an das sich die Augen nach einiger Zeit langsam gewöhnen. Den Schein des Mondes empfinden die Drow schon als sehr hell, vom Licht des Tages werden sie unangenehm geblendet (Lichtblindheit).

Da sich die Drow mehr auf ihr Geschick verlassen sind die Rüstungen, welche die Soldaten und auch Adligen tragen, Kettenhemden oder Kettenpanzer aus Adamant. Die Rüstungen sind in Anthrazit bis Schwarz gehalten. Für die normale Kleidung bevorzugen sie dunkle Farben wie dunkles Rot, dunkles Blau oder ein tiefes Violett. Die Kleidung an sich ist so geschnitten das sie nicht behindert. Wer es sich leisten kann, lässt sich die Kleidung auf Maß schneidern. Andernfalls trägt man weite Hosen und Stiefel aus weichem Leder mit weicher Sohle. Männer tragen enge Hemden, teilweise auch ärmellos. Die Oberbekleidung der Frauen ist oftmals recht Freizügig gehalten. Darüber wird ein Umhang, der „Piwafwi“, getragen. Angehörige eines Adelshauses tragen auf dem Piwafwi ihre Hausinsignien.

Modifikatoren & Talente:

  • +2 Intelligenz
  • +2 Charisma
  • -2 Konstitution
  • +2 Geschick
  • +2 Willen
  • Dunkelsicht
  • Lichtempfindlichkeit
  • Lichtblind an der Oberfläche
  • Magieresistenz 11 Stufe
  • +2 Level adjustment (ECL)
  • Zauber wirken: 1x Dunkelheit/Tag, 1x faerie fire/Tag, 1x dancing lights/Tag

Talente: Arachnid Rider (Spinnenreiter), Deepening Darkness (Dunkelheitszauber werden noch mächtiger), Highborn Drow (detect good, detect magic und levitate als spell-like abilities), Improved Levitation (levitate spells über länger Zeit aufteilen), Lolth's Blessing (erweiterte magische Fähigkeiten durch Lolth's Wohlwollen) Bevorzugte Klassen: Kleriker (weibl. Drow), Magier (männl. Drow) Prestigeklassen: Assassine

Wesen und Kultur:

Dunkelelfen sind im besten Fall sadistisch, destruktiv und verräterisch; dazu meist über alle Massen arrogant, da sie sich für die wahren Herren Faerûns halten. Schon zu ihrem eigenen Volk sind sie neidisch, grausam und misstrauisch; allen anderen Rassen wünschen sie schlicht nicht mehr als einen möglichst schmerzhaften Tod. Drow sind eine stark matriachalische und religiöse Gesellschaft, mit deutlich militaristischen Zügen. In der Regel werden sie von der Ilharess, der mächtigsten Priesterin Lolths, angeführt. Sie gründen grosse Stadtstaaten mit einander bekämpfenden Familien, die jeweils wieder von der einflussreichsten Mutter Oberin des örtlichen Lolth Tempels regiert werden. Intrigen und Gewaltausbrüche zwischen Angehörigen der verschiedenen Häuser sind an der Tagesordnung, und das empfindliche Gleichgewicht der Macht in einer Drowstadt ändert sich von Tag zu Tag, wenn nicht von Minute zu Minute. Meist beherrschen Armut, Verzweifelung und Unterdrückung die Städte der Drow. Im Normalfall findet sich im am besten zu verteidigenden Teil der Heimathöhle einer typischen Drowstadt der Tempel der Lolth, manchmal als Teil der Palastanlage der Herrscherfamilie, zusammen mit den anderen Wohnanlagen der Adelshäuser. Der Rest der Stadt besteht aus einer wilden Siedlung von ärmeren Drow, die schließlich in karge Pilz- und Wurzel-Felder übergehen, von Sklaven zum Nahrungsanbau bewirtschaftet. Am Stadtrand finden sich dann die Garrisonen der Armee, nach Geschlecht getrennt, und die Magierschulen. Oft haben die Drowstädte Abkommen mit einem der anderen Besiedler des Unterdark, wie zum Beispiel einem alten Drachen, der dann sein Lager in Stadtnähe aufschlagen und sich an den Sklaven beliebig bedienen darf.

Die Drow sprechen gemeinhin ilythiiri, einen elfischen Dialekt, meist auch das ursprüngliche elfisch und Untersprache, die Handelssprache des Unterdark; und zumindest die Krieger der Drow beherrschen die typische Zeichensprache der Drow, eine sehr komplexe Sprache, die aus hunderten schnellen Handbewegungen besteht. Die Drow beten die Gottheiten an, die als die "schwarzen Seldarine" bekannt geworden sind, allen voran Lolth die Spinnenkönigin (manchmal auch als Lloth (vor allem regional in Menzoberranzan und Ched Nasad) oder Loethe bezeichnet), die für Ihren Verrat von Corellon in die Dämonengruben des Abyss verbannt wurde, sowie ihren Sohn Vhaeraun, den Meister der Schatten, und Gaunadhaur (auch Ghaunadauer geschrieben) das ewig Lauernde. Lolth Domänen sind : Böses, Zerstörung, Tricks. Vhaeraun's Domänen sind Böses, Reisen, Tricks; und Ghauadhaur's Domänen sind: Böses, Zerstörung, Erde. Besonders die Lolthgläubigen männlichen Drow pflegen die Philosophie des "Elam'shin", was übersetzt in etwa "der Wille der Göttin" bedeutet. Damit ist gemeint, daß alles in Lolths Macht liegt, also Gutes wie Schlechtes einfach Schicksal ist, Kismet. Unsinnigen oder widersprüchlichen Befehlen zu gehorchen, ist Elam'shin, ein Glücksfall oder ein vorzeitiger Tod - Elam'shin umfasst alles.

Mit Lolth ging ihre Tocher Elistraee, die Herrin der Nachthimmel, freiwillig mit in die Verbannung, obwohl sie die Seldarine nicht verraten hatte. Ihre Domänen sind Gutes, Reisen und Schutz und ihre Kirche ist die Kirche der Guten Drow, deren vereinzelte Anhänger versuchen, in Frieden mit anderen Rassen auf Faerûns Oberfläche zu leben und die Drow von der Verehrung Lolths abzukehren. Sie werden von den anderen Drow zumeist als Spinner oder bedauerliche Verrückte abgetan. In den Städten der Menschen haben sie ebenso einen schweren Stand und werden oft nicht einmal innerhalb der Stadtgrenzen geduldet.

Drow-Zauberer haben eine Vorliebe für Runen und zeichenbezogene Zauber; ebenso benutzen fast alle Adelshäuser Runensteine, um sich auszuweisen und einander zu unterscheiden. Drow Krieger arbeiten oft mit betäubenden oder tödlichen Giften und leichten Armbrüsten. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Drow mit allen anderen Rassen Faerûns Streit suchen und sie als niedriegerere Wesen verachten. Bei Überfällen oder Streifzügen gemachte Gefangene werden versklavt und müssen den Rest ihres - meist kurzen - Lebens mit dem Nahrungsanbau oder gar als Haustiere einer verwöhnten Drowtocher verbringen. Im Normalfall hat jedes bessergestellte Quel'lar (Haus der Drow) 2 oder 3 Sklaven pro Drow. Der Handel mit und die Zucht von Sklaven ist eine der Hauptbeschäftigungen der Drow ausser dem Kampf, denn Sklaven erledigen alle niederen Arbeiten in den Städten der Drow. Der offene Hass der Drow gilt aufgrund ihrer Geschichte den Elfen der Oberfläche, die sie als faule Nutzniesser eines großen Betruges durch Corellon und die Seldarine an den Ilythiiri sehen; und wenn ein Drow einem "normalen" Elf begegnet, wird er schnell, grausam und in aller Härte reagieren, um demjenigen einen möglichst schmerzhaften Tod zu bereiten. Manchmal schließen die Drow Bündnisse mit anderen Rassen (außer den Oberflächenelfen), wenn sie meinen, dass es ihrem Volk nützt, aber diese Bündnisse sind immer zeitlich begrenzt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Drow sich ihren vermeintlichen Verbündeten entgegenstellen...

Geschichte der Dunkelelfen

Zu Anbeginn der zeiten schufen die Seldarine die Elfen und belebten sie mit den Tränen des Mondes und Corellons Blut, dass bei seinem Kampf mit Gruumsh Einauge auf die Erde gefallen war. Aber von allen Elfenrassen waren die dunkelhäutigen Elfen die aggressivsten. Sie besiedelten als eine der erfolgreichsten Rassen mit den anderen Elfen Faerûn und gründeten das Große Reich von Ilythiir, das sich schnell ausbreitete. Trotz ihrer eigenen großartigen Werke waren sie neidisch auf Reichtum und Macht anderer Elfenreiche und griffen bald andere Elfennationen an, um mehr Raum für sich beanspruchen zu können. Während der ersten drei Kronenkriege gelang es ihnen nicht, die Macht der anderen Elfenvölker zu brechen. Sie wandten sich daher an die ausgestoßenen und verbannten Götter der Dämonengruben, insbesondere an Lolth, die ihnen große Magie und Armeen gaben, und die Dunklen Elfen von Ilythiir kamen wie eine zerstörerische Flutwelle über ihre elfischen Verwandten und richteten unermessliches Leid an.

Aber Corellon Larethian, der Gottvater der Elfen, sah, was sie getan hatten und verfluchte die Dunkelelfen. Sie wurden das, was man heute als Drow kennt, verbrannt vom göttlichen Licht Corellons und von der Oberfläche Faerûns verbannt. Der Begriff Drow ist übrigens eine Verschleifung des elfischen Wortes "dhaeraow" (Verräter) - kein Drow würde sich selbst so bezeichnen. Aus Ihrer Sicht heraus haben die Seldarine in einen elfischen Konflikt unberechtigterweise eingegriffen und die rechtmässigen Sieger verraten und verbannt.

Nach ihrer Verbannung durchstreiften die Drow die Unterwelt, als Normaden, lebend wie wilde Tiere, und gruben tiefer und tiefer, um die Nähe zu Lolth zu suchen. Erst durch Lolths Kult und ihre Einflussnahme auf die Kultur der Drow wurden sie zu der Rasse, die sie heute sind. Die ersten nachgewiesenen festen Siedlungen der Drow stammen aus den Jahren um -9600 DR. Einer der ersten Schläge der Drow gegen die Rassen der Oberwelt war die Eroberung der grossen Zwergenhöhle Bhaerynden um -9000 DR, in der sie ihr zweites Reich, Telantiwar, errichteten. Telantiwar zerstörte sich selbst durch einen (bei der Art der Drow verständlichen) Bürgerkrieg, der damit endete, daß die gesamte Höhle einstürzte und zu dem wurde, was wir heute als das große Rift des Shaar kennen.

Einige der Städte der Drow sind Sshamath, die Stadt der Dunklen Fäden unter den Fernen Hügeln, Menzoberranzan (Haus Menzoberran), Ched Nassad (Haus Nasadra), Guallidurth, T'lindhet, V'eldrinnsshar oder Yuethindrynn. In letzter Zeit nehmen die Übergriffe der Drow auf die Oberflächenwelt Faerûns zu, und nicht wenige gelehrte vermuten, daß die Drow versuchen, sich an das Leben an der hellen Oberfläche der Welt anzupassen, um sie eines Tages zu erobern, wie es ihnen ihrer Meinung nach gebührt.

Die Sprache der Dunkelelfen:

Merkwürdigerweise scheint die Sprache der Dunkelelfen viele Gelehrte und andere Menschen brennend zu interessieren. Nur wenige Wörter sind zweifelsfrei bekannt, die, die mir zur Verfügung stehen, gebe ich hier gerne wieder:

Dunkelelfisch

Die Geschichte der Drow

(( Quelle: BG2 ))

Der Abstieg

Wir wissen nur wenig von den Ilythiiri oder den "Elfen des Südens" aus der Zeit vor diesem einschneidenden Ereignis. Schon damals waren sie wegen ihrer Hautfarbe als "Dunkelelfen" bekannt. Sie bewohnten die Dschungel und die heißen Wälder des Südens. Die Ilythiiri waren ein stolzes, kriegerisches und hochkultiviertes Volk (einige Gelehrte aus anderen Elfenvölkern sagen, sie waren "dekadent") und schreckten bei ihren Angriffen vor keinem Nachbarn zurück, nicht einmal vor anderen Elfenstämmen. Aufgrund ihrer grausamen Überfälle und Raubzüge, die von kriegslüsternen Edelmännern und Priestern ihrer beiden grausamen Gottheiten Ghaunadaur und Lolth angeordnet wurden, sahen sich Elfen, Menschen, Zwerge und andere gezwungen, sich gegen sie zu verbünden.

Nach einer Reihe von Niederlagen in titanischen Magiegefechten flohen die Dunkelelfen in bereits früher von ihnen entdeckte unterirdische Labyrinthe. Dieses als "Der Abstieg" bezeichnete Ereignis kennzeichnete das Ende der Drow als überirdisch lebende Rasse.

Die Finsteren Kriege

Der kriegerische Charakter der Drow änderte sich auch durch ihr Verschwinden von der Erdoberfläche nicht. Sie begannen sofort eine Reihe von Kriegen mit dem Ziel, sich Gebiete im Unterreich anzueignen. Zunächst stahlen und eroberten sie magische Gegenstände der Zwerge und setzten diese gegen die Zwerge ein, wodurch eine Feindschaft entstand, die noch heute sehr stark ist. Dann trugen die Drow Kämpfe untereinander aus, wobei sich Edelleute mit Edelleuten und Priester mit Priesterinnen um die Herrschaft über das neue Reich stritten. Dieser ausgedehnte Krieg endete unter großen magischen Explosionen, die die Decke der größten eroberten Zwergenhöhle, Groß-Bhaerynden, zum Einsturz brachten. Sie stürzte komplett in sich zusammen und begrub viele Drow und die zerstörten Zwergenstädte unter sich. Die Höhle, die nun zum Himmel hin offen war, wurde fortan als die Große Spalte bezeichnet.

Drow

  • Autor: Inlul

Die überlebenden Edelleute der Drow versammelten sämtliche Untertanen, Sklaven und Gerätschaften, derer sie habhaft werden konnten, und flohen auf der Suche nach neuem Lebensraum in das Unterreich. Durch diese "Verstreuung" entstanden die vielen miteinander konkurrierenden, sich selbst verwaltenden Städte, in denen heute die meisten Drow leben.

Die Geschichte der Drow:

Einst lebten die Illythiiri, ein Volk der Elfen tief im Süden Faerûns in einem Gebiet welches Illythiir genannt wurde. Sie beteten zu Corellon Larethian und seiner Gemahlin Araunshnee so wie zu deren Kindern Eilistraee und Vhaeraun.

Es war vor mehr als 10.000 Jahren als die Kronkriege der Elfen herrschten. Im so genannten „Vierten Kronkrieg“ betrog Araunshnee Corellon und versucht mit Hilfe ihrer dunklen Geister Arvandor einzunehmen. Der Versuch jedoch wurde vereitelt und Corellon verfluchte seine Gemahlin und ihre Kinder. Er wandelte Araunshnee in eine Spinnengöttin, eine Dämonengöttin, die fortan Lloth oder Lolth genannt wurde, und verbannte sie in den Abgrund. Er zeichnete ihre Anhänger mit schwarzer Haut und zerschlug ihre Armeen mit seinen Getreuen. Die versprengten Gruppen der Illythiiri wurden ins Gebirge getrieben wo sie sich in Höhlen flüchteten. Einige von ihnen drangen tief in die Höhlen ein und erreichten so das Unterreich. Die erste Zeit war schwer und entbehrungsreich. Das lebensfeindliche Unterreich forderte viele Opfer und doch gelang es den Illythiiri sich anzupassen. Schließlich war es Lloth, die sich ihrer Anhänger annahm und sie Wege lehrte im Unterreich zu überleben. Sie Führte sie immer tiefer und ließ sie Städte bauen. Weit ab von der Oberfläche bauten die Drow nun ihr eigenes Reich, welches sie über viele Jahrhunderte im ständigen Kampf gegen die Wesen des Unterreiches verteidigten.

Obgleich sie keine Schuld traf bestand Eilistraee auf die Verbannung, da sie voraus ahnte, das die Dunkelelfen ein Licht des Guten in ihren Reichen brauchen würden. Vhaeraun stellte sich gegen seine Mutter und gegen die Unterdrückung der Männer. Er wurde zu Lloths erbittertsten Gegner.

Die Sprache:

Untereinander sprechen die Drow ihre eigene Sprache, allgemein „Drow“ oder auch „De’shineth“ genannt. Die Handelssprache des Unterreichs ist Undercommen oder einfach nur „Unterreich“ genannt. Da die Drow viele ihrer Aktionen im Geheimen planen und durchführen haben sie eine komplexe Zeichensprache entwickelt mit der sie Unterhaltungen führen können. Diese kann über die gesamte Reichweite von 36m (reichweite der Dunkelsicht) übermittelt werden. Diese Sprachen erlernen die Drow schon im Kindesalter. Andere Rassen sind nicht in der Lage die Zeichensprache in vollem Umfang zu erlernen und zu gebrauchen.

Über weitere Entfernungen geben sie sich Zeichen mit erhitzten Spiegeln. Allgemein sind Drow darauf bedacht leise zu sprechen, eher zu flüstern und sich allgemein leise zu verhalten, da der Schall und das Echo in den Höhlen jedes Geräusch vervielfältigen würde.

Kultur und Gesinnung unter der Dämonengöttin Lloth:

Angeleitet von der chaotisch bösen Spinnengöttin Lloth (oder auch Lolth) hat sich eine Kultur entwickelt in der jeder nach seinem Vorteil und meist auch nach dem Posten des über ihm stehenden strebt. Die Kindheit eines Drow verläuft nicht sehr erfreulich und gerade in den Adelshäusern ist sie geprägt von harten Strafen und Erniedrigung. Nur die Starken überleben. Während der harten Ausbildung wird das Denken der jungen Dunkelelfen mit Halbwahrheiten über die Oberfläche vergiftet, in denen alle anderen Völker als niedere, heimtückische und grausame Wesen verurteilt werden. Die Oberflächenelfen (Darthiir) werde als die Gemeinsten und Hinterhältigsten von allen dargestellt. „Sie sind die Schuldigen, warum die Drow gezwungen waren ins Unterreich zu fliehen und sich dort in der lebensfeindlichen Umgebung eine neune Heimat zu suchen. Sie sind der Ursprung allen Übels!“

Aber auch untereinander kennen die Drow keine Rücksicht. Wer eine Gelegenheit sieht seine Position zu verbessern, wird sie ergreifen. Wer einen Mord begeht muss, sehen dass es keine Zeugen gibt. Wo kein Zeuge, da kein Kläger und ein gut durchgeführter Mord wird eher bewundert als bestraft werden. Auch wenn jeder davon ausgeht das derjenige, der einen Vorteil davon erlangt hat der Täter war, so wird doch keine Verfolgung aufgenommen. So kommt es auch nicht selten vor das selbst Geschwister sich gegenseitig töten um etwa die Position des Erstgeborenen zu erlangen. Ebenso ist die Stellung der Mutter Oberin unter ihren Töchtern sehr beliebt …

Der Mangel an Liebe und Zuneigung den ein Drow erfährt macht ihn zu einem grausamen und skrupellosen Mörder und Attentäter. Das Wissen darum, das sich jeder andere in seiner Nähe ebenso verhalten kann, lässt einen Drow äußerst vorsichtig im Umgang mit anderen werden. Eine Freundschaft besteht immer nur so lange, wie sie beiden Seiten zum Vorteil gereicht.

in Drow besitzt Stolz, aber keine Ehre. Um sein Leben zu retten würde er sich auch einem „niederen Wesen“ ergeben, nur um ihm beim nächster Gelegenheit ein Messer in den Rücken zu stoßen.

Ein bekannter Ausspruch: Wer sich ständig umblickt in Erwartung eines Dolches von hinten, den trifft der Schlag von vorn.

Wenn die herrschenden Adelshäuser um eine bessere Position kämpfen wird der Angriff gegen ein anderes Haus im Geheimen geplant und muss in einem einzigen Schlag ausgeführt werden. Gelingt es, das angegriffene Haus völlig zu vernichten, das heißt alle Angehörigen der Adelsfamilie auszulöschen und dabei unerkannt zu bleiben, so wird der Schlag tolleriert und hinter vorgehaltener Hand sogar gelobt. Überlebt jedoch nur ein Angehöriger des Hauses und erhebt Anklage gegen den Angreifer, so wenden sich alle übrigen Häuser gegen ihn und vernichten das gesamte Haus in einem einzigen grausamen Schlag.

Soziales Verhalten

In einer Welt in der Gifte und versteckte Waffen an der Tagesordnung sind vermeiden Drow körperliche Berührung im flüchtigen Umgang mit anderen. Ein respektvoller Abstand zum jeweils anderen wird gewahrt.

Begegnen sich Männer aus gleichem Rang, so begrüßen sie sich mit über der Brust gekreuzten Armen. Dies könnte mit einem Händeschütteln verglichen werden. Untergebene begrüßen den Ranghöheren mit einer Verbeugung. Ein Mann begrüßt eine Frau mit einer respektvollen Verbeugung, dabei ist es ihm nicht gestattet einen längeren Blickkontakt zu halten. Eine Frau steht im Rang immer über einem Mann.

Da sich Drow für die überlegene Rasse halten, erwarten sie von anderen respektiert und entsprechend behandelt zu werden. Von Nicht-Dunkelelfen, meist Goblins, Grottenschrate oder Orks, wird ein Drow sicherlich verlangen vor ihm in die Knie zu gehen.

Ein gewöhnlicher Kampf unter Dunkelelfen trägt sich meist per Nahkampf aus. Die Kontrahenten duellieren sich hierbei solange bis einer der beiden entweder aufgibt, dies wird durch ein niederlegen der Waffen symbolisiert, oder von seinem Gegenüber getötet wird. Im Kampf gibt es unter Dunkelelfen jedoch keine besonderen Umgangsformen, sie besitzen keinen Kodex nach dem sie Kämpfen. Jedes Mittel ist ihnen dabei Recht. Betrachtet man die erste Situation, in der sich ein Kampfpaar duelliert und einer der Drow aufgibt und seine Waffen auf den Boden wirft, so bedeutet das in den seltensten Fällen ein Überleben des Unterlegenen. In einem Hauskrieg jedoch kann sich ein Drow mit einer solchen Geste oft seiner Haut retten, da Kriegsgefangene gern gesehen sind und oftmals das siegreiche Haus durch Kriegsgefangene seine Truppen auffüllt. Die Loyalität der Soldaten wechselt dabei schnell zu jenen die sich als die Stärkeren erweisen.

Der gesellschaftliche Aufbau:

Der Aufbau der Gesellschaft der Drow ist entgegen ihrer chaotischen Natur stark strukturiert. Regiert wird eine Stadt durch das hohe Konzil, welches sich je nach Größe der Stadt aus den mächtigsten Häusern zusammensetzt.

  • Am Beispiel Menzoberranzan, eine der berühmtesten Städte im Unterreich, lässt sich der Aufbau wie folgt beschreiben:

Die ersten 8 Adelshäuser regieren über die Stadt. An erster Stelle steht das Haus Baenre schon seit vielen Generationen. Den ersten 8 Häusern folgen noch viele nach die in einem ständigen Kampf um einen besseren Platz in der Rangfolge stehen. Darunter folgt dann das gemeine Volk bestehend aus Händlern und Handwerkern. Und zu guter letzt die Sklaven. Die Stadt Menzoberranzan hat eine geschätzte Einwohnerzahl von 20.000, von denen ca. die Hälfte aus Drow besteht und der Rest versklavte Rassen zumeist aus dem Unterreich.

Ein Adelshaus wird von der Mutteroberin oder auch „Ilharess“ geleitet. Sie ist Hohepriesterin, auch „Yathtallar“ genannt, und Familienoberhaupt. Die 8 Familienoberhäupter der 8 ersten Häuser bilden das hohe Konzil, dem die Ilharess des ersten Hauses vorsitzt.

Der Oberin folgen ihre Kinder nach. Töchter werden zu Priesterinnen, „Yathrin“, ausgebildet. Söhne gibt es in den Adelsfamilien nur 2, von denen einer oft den Status des Waffenmeisters inne hat und der andere den des Hausmagiers (dies ist aber nicht zwingend so da es auch immer auf die Begabung der Einzelnen ankommt). Wird ein weiterer Sohn geboren, wird dieser kurz nach der Geburt an Lloth geopfert. Stirbt aber zum Beispiel der erstgeborene Sohn, so wird der zweitgeborene zum erstgeborenen und ein weiterer Sohn kann die Stelle des zweitgeborenen übernehmen.

Eine Ilharess wählt aus den Reihen ihrer Untergebenen für unbestimmte Zeit einen Patron, welcher in der Theorie an ihrer Seite steht, aber in der Praxi keinerlei Rechte hat außer mit der Ilharess das Bett nach ihren Wünschen zu teilen und Nachkommen zu zeugen. Nicht selten endet die Partnerschaft tödlich für den Patron, wenn die Mutteroberin seiner überdrüssig geworden ist. Nur wenn er durch seine Fähigkeiten weiterhin dem Hause von nutzen ist, wird er diesem Schicksal entgehen.

Die gesellschaftliche Erziehung der Kinder übernehmen die älteren Töchter der Ilharess. Sie führen ihre jüngeren Geschwister mit harter Hand und sparen nicht mit Strafen. Die Ausbildung in der Magie und dem Kampf übernehmen in den ersten Jahren die Magier und Waffenmeister des Hauses. Später besuchen die jungen Drow die Akademien in denen sie über viele Jahre eine harte Ausbildung erfahren.

Ausbildung

Die ersten Jahre seiner Kindheit wird ein Drow, ob männlich oder weiblich, wenn möglich von einer älteren Schwester oder Priesterin erzogen. Sie ist dafür zuständig dem Kind das soziale Wissen und richtige Verhalten beizubringen.

Darauf folgen einige Jahre der kämpferischen Ausbildung oder auch der Magie durch einen Lehrer des Hauses. Mit ca. 20 Jahren werden die jungen Drow dann auf die Akademien geschickt. Die Ausbildung dort verläuft dann je nach Akademie in verschiedenen Zeiträumen.

  • Die Ausbildung der Kämpfer dauert 10 Jahre, wovon sie ein halbes Jahr in der Akademie der Magier verbringen um dort einige Grundlagen zu erlernen. Nach dieser Zeit werden die Ausgebildeten Krieger im Patrouillendienst eingesetzt um die Grenzen der Städte zu sichern und zu verteidigen. Erst danach kehren sie wieder ganz in ihre Häuser zurück.
  • Die Ausbildung der Magier und Priesterinnen kann 30 Jahre andauern, je nachdem welcher Grad der Priesterschaft zum Beispiel angestrebt wird. Am Ende der Ausbildung steht immer ein Prüfung an bei der die Teilnehmer nicht nur auf ihr Können hin, sondern auch auf ihren Gauben und Einstellung zu Lloth geprüft werden.

Magie

Alle Dunkelelfen sind von Magie "durchtränkt". Selbst der geringste Drow in der Hierarchie kann einige Zauber wirken. Die dunkelelfischen Magier selbst, sind die unbestrittenen Meister der Magie; es gibt nur wenige die sich mit ihrer Macht messen können und selbst die größten Zauberer der Oberfläche haben Schwierigkeiten mit Magiern der Dunkelelfen zu konkurrieren. Wodurch dieses große Potential der Magie hervorgerufen wird ist nicht genau bekannt, doch geht man davon aus das es erstens ihre Lebensumgebung ist die ihnen die magischen Fähigkeiten verleihen (und auch ihre natürliche Resistenz dagegen) und zweitens ihre Magische Ausbildung in der Akademie die selbst der geringste Dunkelelfenkrieger durchlaufen muss.

Faerzress

Die Dunkelelfen leben in dem Unterreich, einem lichtlosen Gebiet unter der Oberfläche. Diese Gebiete, in denen sich die Dunkelelfen niedergelassen haben, strahlen meist eine seltsame Form der Magie aus, die für die Herstellung der dunkelelfischen Waffen genutzt wird. Diese Strahlung wird auch für die magischen Fähigkeiten der Dunkelelfen verantwortlich gemacht. Mann nennt sie Faerzress. Gegenstände die auf Grund dieser Strahlung magisch gemacht wurde ist sehr empfindlich gegenüber Tageslicht. Diese Gegenstände verlieren innerhalb weniger Tage, spätestens Wochen ihre Magie, werden spröde und rissig und zerfallen nach einiger Zeit.


Linksammlung

Eine kleine Fansite die sich mit den Illytiiri befasst

Wieder mal ein sehr guter Artikel von Jan Wessel auf Rollenspielelite

Ein nettes Gimmick, übersetzt vom Englischen direkt zum De'shineth... und umgekehrt