Lestrann

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Lestrann

Ein rauer, kalter Landstrich, heute nur noch bewohnt von Orksippen und wilden Tieren.

Geografie

Lage & Landschaft

Lestrann liegt nördlich von Mîrhaven und im Westen vom Silberwald. Die Landschaft ist geprägt von Hügeln, Felsen und Tälern. Auf manchen Hochebenen wird der Boden moorig. Vereinzelte Laub- und Nadelgehölze wechseln sich ab. Manche bilden kleine zusammenhängende Wälder. Vor allem in den Tälern ist die Vegetation dichter. Gen Norden und Westen wird die Landschaft felsiger und steile Klippen fallen hinab zum tosenden Meer.

Reiseentfernungen

Von Mîrhaven aus sind es ca. 3 Tagesmärsche bis zur Nordküste Amdirs. Vom Silberwald bis zur Westküste sind es 1,5 Tagesmärsche.

Klima

Das Klima wird geprägt durch die kalten Meeresströmungen die an die Nordwestspitze Amdirs stoßen. Der Seewind fegt hier ungebremst über die Hügel und sorgt für sehr wechselhaftes Wetter, vor allem im Herbst und Frühjahr. Hier ist das Abfließen von warmen Luftmassen aus dem Landesinnere verantwortlich für häufige und langanhaltende Nebelbildung, insbesondere an der Küste. Dies ist der Grund weshalb die einstigen Barbaren im Norden ihre Siedlung und das Umland als Nebellande bezeichnen. Die Winter sind sehr kalt, die Sommer sind kurz und mild mit unbeständigem Wetter.


Flora & Fauna

Flora

In Lestrann gedeihen vorrangig Fichten und andere Nadelhölzer. Aber auch viele robuste Laubholzarten sammeln sich in kleinen Gehölzen. Während die Nadelgehölze kaum Licht auf den Boden lassen, fehlt bei den Laubwäldchen in den Senken und Täler das dichte Unterholz des Silberwalds. Büsche und Sträucher, wie zum Beispiel Haselnusssträucher und Hainbuchensträucher, sind im Süden Lestranns weit verbreitet. Im Herbst wachsen unter den Bäumen und Sträuchern viele Pilze. Besonders der sogenannte Riesenbovist ist hier zu nennen, der beachtliche Größe erreicht.

Fauna

In den kleinen Wäldern Lestranns tummelt sich viel Rotwild wie Rehe und Hirsche. Dies lockt natürlich ihre Fressfeinde, die Wölfe, an. Ebenso wie das Rotwild sind sie in Lestrann weit verbreitet und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht in dieser Landschaft. Auch kleinere Tiere wie Flug- und Eichhörnchen, Hasel- und Spitzmäuse und viele andere Nagetierarten sind hier zu finden. Im späten Frühjahr und im Sommer gibt es, bedingt durch die Nähe zum Silberwald und den vereinzelten Hochmooren große Mückenschwärme, die durch die Wäldchen ziehen.

Darüber hinaus kann man auf Bären treffen, die vor allem im Sommer und Herbst an den zahlreichen Bächen und kleinen Flüssen auf Fischzug gehen.

Bodenschätze & Ressourcen des Landes

Über Bodenschätze ist aufgrund des rauen Wetters und der abgeschiedenen Lage wenig bekannt. Ab und an findet man etwas Flussgold, aber anscheinend nie zweimal an derselben Stelle. Auf die Suche nach anderen Erzen traute sich noch niemand – oder kam nie zurück, davon zu berichten. Abgebaut bzw. eingeschlagen werden so nur zwei für Mîrhaven wichtige Rohstoffe: Torf und Hölzer. Beides ist ein exzellenter Brennstoff in den kalten Wintermonden, doch die wichtigste Verwendung von Baumstämmen ist für die Schifffahrt der Stadt im Süden und das Baugewerbe.

Das meiste Holz wird dabei nicht in Lestrann selbst geschlagen, sondern an der Grenze zum Silberwald. Trotz der größeren Entfernung ist der Einschlag hier leichter - und sicherer - als vom Splittertal her in den uralten Wald einzudringen. Die Sägewerke finden sich aber erst in Mîrhaven. Aus dem weniger gut geeigneten Holz wird durch Köhlerei Holzkohle gewonnen.

Mit Hilfe des Torfs wird vor allem auch der Lestranner Brand hergestellt, ein weithin berühmter – und berüchtigter Kornbrand aus den kleinen Hofdestillen des Splittertals und des zwergischen Brauhauses in der Stadt.

Das zahlreiche Wildvorkommen wird von Jägern und Fallenstellern gejagt und dann bis in die Stadt geliefert, wo sich aber nur die Wohlhabenden im Silbernen Drachen echtes Wildbret aus dem Norden leisten können und wollen. Vereinzelt sammeln Kräutersucher und ab und ein Zauberer aus der Akademie Mîrhaven in den Wäldchen und Hochmooren nach seltenen Kräutern oder anderen Zutaten wie z. B. Schwefel.

An den steilen klippen siedeln unzählige Seevögel, deren Eier im Frühjahr von Klippenkletterern gestohlen und als Delikatesse verkauft werden.

Entstehung und Geschichte

Auch hier wurde die Landschaft durch die Vergletscherung während der Elementarkriege stark geformt. Abfließendes Schmelzwasser bildete die Täler und transportierte den fruchtbaren Boden gen Süden ins Splittertal. Auch die starken Seewinde verwehten den Löss, so dass Lestrann nicht nur wegen des rauen Klimas nie so fruchtbar wurde wie z. B. Andorien. Die Klippen und Steilküsten im Norden und Westen wurden von den starken Meeresströmungen gemeißelt, die schon über Jahrtausende an den nördlichen Küstenlinien nagen.

Bevölkerung

In Lestrann leben einige Holzfäller, Jäger, Torfstecher und Köhler in abgelegenen Hütten, die in den Tälern und dem angrenzenden Silberwaldrändern ihr Auskommen finden. Sie verkaufen ihre Waren nur noch auf dem Markt in Mîrhaven seit dem Vertreiben der Barbarenstämme aus dem Norden. Mitten in Lestrann steht eine alte Burg aus vergangenen Zeiten, die von wilden Orksippen bewohnt wird. Reisende sollten sich daher in Acht nehmen, wenn sie durch diese Gegend ziehen.

Die letzte Bastion der Zivilisation ist der Holzfäller- und Jägerposten „freiceadan taigh“, Wacht-Heim oder Heimwacht genannt. Bis dorthin ziehe sich die Wagenspuren und Knüppelwege, die für den Transport nach Süden notwendig sind.

Vor Jahren (RL 2016) kam es zu einem Krieg zwischen Mîrhaven und den Nebellandbarbaren, der mit der Zerstörung des Barbarendorfes und der deren Vertreibung endete. Noch kann man Spuren der Aufmärsche und der Schlachten sehen. In den Hügeln Lestranns sind nur noch deren Hügelgräber verwaist und verlassen zurückgeblieben

Seit einiger Zeit machen Gerüchte die Runde, dass seltsame Wesen, Feengeister, das karge Land heimsuchen und alte Warnungen vor bösen Orten in Mooren und uralten Steinkreisen sollen wieder wahr geworden sein. Menschen sollen gar verschwinden.

Sehenswürdigkeiten

  • die Ruinen des Nebellanddorfes und die Leichenfelder
  • die Orkburg
  • freiceadan taigh, Heimwacht
  • die Moore und Steinkreise
  • die Hügelgräber der vertriebenen Nebellandbarbaren
  • ab und an der nebeligen Küste zerschellte Handelsschiffe mit ihren wertvollen Ladungen

Handelswaren und Erzeugnisse

  • Bau- und Schiffsholz
  • Torf
  • Holzkohle
  • Wildfleisch
  • Im Frühjahr Vogeleier
  • Seltene Pflanzen und Materialien (Schwefel, Brennwasser (=Rohöl), Bitumen)
  • Seltene Goldfunde
  • Seltenes aus der Feenwelt?
  • Schätze aus den Hügelgräbern?
  • noch nicht entdeckte Erze und Edelsteine?

Erzählungen über Lestrann