Burg Winterrache

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Allgemein

Hoch oben in den Bergen, knapp jenseits der Schneegrenze, thront über Mîrhaven die Burg Winterrache, ein Außenposten der Zivilisation. Dies Bollwerk schirmt Amdir tapfer vor den Raubzügen der Frostriesen ab und hält für Zeiten der Not Unterkunft für Hunderte bereit, um als Zuflucht dienen zu können.

Einst waren es allein die Ritterlichen Beschützer, die die Burg hielten und als Basis nutzten. Heute herrscht hier ein beständiges Aus und Ein an Gerüsteten, Gelehrten, Gläubigen, Abenteurern und Wanderern, die ihr Tagewerk in der Burg verrichten oder ausziehen, um dem Treiben von Monstern Einhalt zu gebieten, die Handelswege zu sichern und Bedürftigen Hilfe zukommen zu lassen, unabhängig von Herkunft und Vergangenheit, wobei sich die Art der Hilfe nach den Traditionen und dem Kodex der Burg richtet. Die ungewöhnliche Lage ihres Stützpunktes hat ihnen den Namen »Winterwächter« eingebracht.

Jeder mit passender Gesinnung (Böse werden schnell entlarvt!) ist bei den Winterwächtern willkommen, seinen Teil im Kampf gegen das Böse der Welt beizutragen – ob im Kleinen als einfacher Stallbursche oder im Großen im Kampf gegen das Übel der Welt. Auch wenn erst die ersten Schritte getan wurden, so erwacht der einst recht einsame Stützpunkt langsam aber sicher zu neuem Leben und bietet Vielen einen Rückzugsort, einen Lebensraum oder eine Basis.

Gastfreundschaft

Gäste sind auf Burg Winterrache willkommen und erhalten Schutz, Verpflegung und Bettstatt für die Nacht. Wer länger bleiben will, der kann sich mittels einfacher Arbeiten wie Küchenhilfe, Stallbursche oder dergleichen Unterkunft und Brot verdienen. Zwielichten Gestalten wird mit Argwohn begegnet. Ihnen wird zwar im Normalfall dennoch Hilfe zugesichert, doch werden sie dabei stets im Auge behalten und ihnen wird nicht länger als unbedingt notwendig Aufenthalt gewährt. Bekannten Bösewichtern (dazu werden stur alle einstigen Einwohner Valvecs und heutige Valgarder gezählt) wird ohne Rücksprache mit Burgherr oder den Rittern gar nicht erst Zutritt in die Mauern gewährt.

Die Tafelrunde

Sir Desmond Pakusch, Vorsteher der Ritter auf Burg Winterrache, leitet den Austausch zwischen Burg Winterrache, den Rittern sowie ihren Verbündeten, um Missionsziele zu bestimmen und geeignete Mitstreiter dafür zu finden.

Sehenswürdigkeiten

Die große Halle

Die Halle der Tafelrunde: Der größte Raum der Burg bildet als Versammlungsort und Herz der neu gegründeten Winterwächter. Die Tafelrunde ist berühmt dafür, dass auch Geringere hier offen ihre Meinung äußern können. Hier werden gewöhnlich für den Orden wichtige Entscheidungen getroffen und Gäste empfangen. Die dicken, unverputzten Steinmauern sind ruß­ge­schwärzt und lassen zusammen mit den zahlreich flackernden Fackeln ein düsteres, kaltes Bild entstehen. Die schmalen, zugigen Fenster blicken in Richtung der Gebirgszacken und sorgen bei den Gästen für regelmäßiges Frösteln. Geradezu legendär ist das prächtige Portal, durch das man die Halle betritt: Aus schwerem weißem Marmor gehauen zeigt es verschlungene Reliefs von Drachenwesen in gleichermaßen schaurigen wie befremdlichen Szenen. Direkt neben der Halle grenzt die Küche an, aus der die zahlreichen Pagen in Stille und Demut die Teilnehmer der Tafelrunde leiblich versorgen.

»Als die Burg erbaut wurde, widmete Sir Desmond diese Halle den ersten Rittern, die mit ihm kamen. Sie versammelten sich nicht nur für Missionen, sondern speisten und feierten auch dort, während einer von ihnen Weisheiten aus dem Kodex vorlas. Doch heute gibt es nur noch wenige von ihnen: Die Winterwächter haben ihren Platz eingenommen.«
- Rugar Dorell, Haushofmeister

Die Reliquienkammer

Tief in den Gewölben der Burg Winterrache befindet sich eine schwere Tür aus Eichenholz. Ein armdicker Stahlriegel und ein faustgroßes Schloss zwergischer Handwerkskunst verwundern viele Uneingeweihte angesichts der ansonsten so offenen Winterwächter. Wer nachfragt, wird meist schroff abgewiesen: Nur verdiente Mitstreiter der Burg erhalten einen Schlüssel. Einem Gast ist der Aufenthalt nur über eine Empfehlung durch einen Winterwächter gestattet, der ihn über die gesamte Zeit beaufsichtigen muss. Wer dann schließlich doch einen Blick hinter diese Tür werfen darf, der findet sich meist leicht enttäuscht in einem fast völlig finsteren Kellerraum wieder. Nur mit einer mitgebrachte Fackel oder einem Lichtzauber kann man zwischen den mächtigen Säulen die langen Reihen der aufgestellten, säulenartigen Steinpodeste erkennen. Auf ihnen ruhen die Artefakte der Ritterlichen Beschützer und Winterwächter. Auf bronzenen Plaketten an der Spitze des Podests haben die Archivare der Burg, den Namen und die Geschichte der Reliquien festgehalten. Beim Durchschreiten der Reihen sieht man profane Erinnerungsstücke neben mächtigen magischen Relikten, unter Verschluss gehalten bis zu dem Tag, an dem ihre Macht wieder gebraucht wird. Nicht alles ist hier so, wie es auf den ersten Blick erscheint: Wirkt der zerschlissene Hut auf dem einen Podest geradezu unpassend für diese Umgebung, zeigt eine Scherbe eines zerbrochenen Spiegels schon vom bloßen Hineinsehen nicht das Spiegelbild, sondern eine gänzlich andere Gestalt …

»Selbst viele der alten Ritter haben diese Relikte nie zu Gesicht bekommen. Es gibt Artefakte dort unten, die wir niemals in die falschen Hände geraten lassen dürfen. Einige Ritter fürchten, dass die Öffnung der Kammer für die Winterwächter und Verbündete unvorsichtig sei. Jedoch können wir nur aus der Vergangenheit lernen, wenn wir sie nicht vor den Unsrigen verschließen. Es ist wahr, wir machen uns verwundbar. Dies ist es, was uns zu Rittern und Winterwächtern macht.«
- Rugar Dorell, Haushofmeister

Die singende Krone der Riesen

Dieses Schmuckstück aus durchsichtigem Eiskristall ist sicherlich viel zu groß für ein menschliches Haupt, doch zugleich viel zu fein verarbeitet für die Finger von Riesen. Die in mehreren Reihen aufragenden feinen Eisspitzen wirken zerbrechlich und messerscharf zugleich. In zahlreichen Kanten fängt und reflektiert sich das Licht in einer einzigen Farbe, einem stumpf milchigem Weiß. Ein klarer, summender Ton geht von ihr aus und wagt man es tatsächlich sein Ohr ganz nah an die Krone zu halten, so formt sich aus dem einzelnen Ton eine kaum hörbare, unwirkliche Melodie. Wesen mit einem Gespür für das Arkane können ohne Schwierigkeiten eine magische Aura sowie eine seltsame leere im Zentrum des Artefaktes wahrnehmen.

»Nein, gesehen hab ich sie nie. Damals wollte so ein Zauberfuchtler das Ding aus der Reliquienkammer stehlen. Ich erinner mich noch dran, wie der Boden gebebt hat als sein Koloss gegen die Mauern gedonnert ist. Der hatte Arme wien Baum und groß war der wie ein Berg. Hat sich natürlich trotzdem ein paar ganz schöne Beulen geholt, der hatte seine Rechnung ohne die Männer und Frauen hier gemacht. Ich sag's ja immer, wennste an den Mauern hier vorbei bist, dann fängt erst der richtige Ärger an. Jedenfalls hat der Fuchtler die Krone nich' bekommen und ich hör, später hat man ihm dann 'nen Pfeil ins Herz gerammt. Angeblich ist das ja die Krone des Riesenkönigs, der sich mächtig darüber ärgert, dass wir seine Trophäe ham. Aber reden tut darüber kaum'n Ritter, nicht mal der alte Rugar, und der ist ja sonst wirklich nich so …«
- Torstor, der Küchenmeister
»Es dient dem Wohle aller, wenn dieses Artefakt den Unredlichen verschlossen bleibt, ja es wäre besser, sie würden nie davon erfahren.«
- Sir Archibald, einer der Acht Ritter Ornocuirs

Die Totenglocke

Die Glocke ist gänzlich weiß außen, und goldfarben war der Schlegel sowie die Innenseite. Auf der Außenseite sind verzierte Bilder aufgemalt, die einmal wie Wellen aussahen, auf den nächsten Blick aber Menschen ähneln. Wenn man von einer Richtung darauf sieht, wirkt es so, dass die Menschen von der Seite der Glocke nach links und rechts in beide Richtungen schauen, als würden sie in diese Richtungen laufen. Wenn man die Glocke dreht, sieht man allerdings, dass es von der neuen Position ebenfalls so aussieht, als würden sich die Menschen in beide Richtungen entfernen, obwohl dies nach aller menschlichen Logik nicht möglich sein sollte.

Die Totenglocke, ein mächtiges, Kelemvor geweihtes Artefakt, erweckt, wenn sie geschlagen wird, unter einem lauten, fast ohrenbetäubenden Läuten die Geister gefallener Winterwächter, welche ihren Kampf gegen den Untod ein letztes Mal aufnehmen, bevor ihre Seelen endgültig in die Fugenebene zu Kelemvor fahren können.

»Dieses mächtige Artefakt des Kelemvor hat gemeinsam mit dem Opfer unserer Ordensbrüder und Ordensschwestern nicht nur das Dorf Hohenbrunn gerettet, sondern für ganz Amdir dem Schwarzen Drachen Turalisjvutha einen empfindlichen Schlag verpasst, was alles niemals vergessen werden darf. Beten wir gemeinsam zum Herrn der Toten, auf dass er diesem Orden auch weiterhin zur Seite steht und uns mit der Verwahrung und Anwendung dieses heiligen Reliktes betraut.«
- Lilifér Celebniríath, Marschallin der Winterwächter

Der Zwinger

Zwischen dem geschäftigen Hämmern der Schmiede und den pfeifenden Winden gehört auch ein dunkles, hungriges Kläffen zu den Alltagsgeräuschen der Burg. Wendet man den Kopf danach, entdeckt man die unruhig umherstreifenden weißgrauen Schatten, die neben den Ställen hinter einer rußgeschwärzten Eisenumzäunung lauern. Hinter den verbogenen Gitterstäben befindet sich das Revier der Wölfe von Winterrache, stattliche Bestien mit wild abstehenden Haaren und spitzen Mäulern. Abgenagte Knochen und übelriechendere Überreste ihrer letzten Mahlzeit liegen wild auf dem Boden verstreut, und dennoch wirkt das kleine Rudel unruhig und auf die herumgehenden Menschen aufmerksam. Ein großes Schneewolfsweibchen scheint die Mutter und Rudelführerin der meisten kleineren Jungwölfe zu sein, doch auch ein hineingestreuter Polarwolf mit seinem eisigen Atem ist hier zu finden. Die Ritter und Winterwächter wissen genau, dass die Wölfe einen Riesenangriff wittern können, oft schon Stunden bevor sie sichtbar werden. Es wird auch gemunkelt, dass sie bisweilen auch mit Riesenfleisch gefüttert werden, um sie zu flinken und begeisterten Jägern zu machen.

»Macht euch keine Sorgen, solange sie kämpfen. Macht Euch Sorgen, wenn sie stumm sind.«
- Davek Nebeltann, Wildhüter

Das Kaminzimmer

Im obersten Stockwerk der Festung liegt am Ende eines Korridors ein Raum, dessen Nähe von Pagen, Winterwächtern und Rittern gleichermaßen gemieden wird. Meist wird er im gedämpften Tonfall als Das Kaminzimmer bezeichnet. Warum dieses Zimmer gestandenen Kriegern einen derartigen Respekt abnötigt, darüber kennt jeder Burgbewohner eine eigene Geschichte. Gemein ist allen, dass just in diesem Zimmer einer der ersten Ritter seine Geliebte vor dem Kamin mit dem Schwert durchbohrt haben soll. Der Geist der Ermordeten, so heißt es, sitze noch immer jede Nacht in dem Schaukelstuhl vor dem Feuer. Ihr Gesicht sei hinter einem weißen Schleier verborgen, und wer es sehe, der würde noch vor Sonnenaufgang das Schicksal der Unglücklichen teilen. Tatsächlich sind an manchen Abenden das hölzerne Knarren des Stuhls und gedämpfte Stimmen durch die Tür zu hören.

Die Krypta

Bedeutende Persönlichkeiten (NSC)

  • Sir Desmond Pakusch - Großmeister und Burgherr
  • Sir Willard Pakusch - Sohn von Sir Desmond, vormals Marschall der Ritterlichen Beschützer
  • Rugar Dorell - Haushofmeister
  • Sir Celaldor - Elfischer Ordensritter
  • Lady Magalis - Halbelfische Ordensritterin
  • Lady Euripida - Ordensritterin
  • Torstor Rotbart - Koch
  • Trevis Orn - Recke der Winterwächter
  • Wenda Orn - Recke der Winterwächter

Mitglieder der Winterwächter (SC)

Inaktive/ehemalgie Winterwächter (SC)

Geschichten

Geschichten, Hintergründe und Legenden um Burg Winterrache und Umgebung.